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Mineralien-, Vitamin- und Mikronährstoffmangel: Kräuter für Katzen

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Katze

Kräuter für Katzen

Was sie im Napf leisten, was eine Katze nie aus Pflanzen bekommt – und welche Kräuter für sie tabu sind

Direkte Antwort: Brauchen Katzen Kräuter?

Sie barfen Ihre Katze oder füttern Nassfutter und fragen sich, ob ein Löffel Kräuter dazugehört – und welche Sie ihr überhaupt geben dürfen. Katzen sind reine Fleischfresser. Taurin und fertiges Vitamin A bekommen sie nur aus tierischen Quellen, daran ändert kein Kraut etwas.[1] Und ihre Leber baut manche Pflanzenstoffe schlechter ab als die von Hund und Mensch.[2]

Die THZ-Sicht: Pflanzliches nimmt eine Katze in der Natur fast nur über den Mageninhalt ihrer Beute auf – die Maus wird mit Haut und Haar gefressen. Diesen kleinen Anteil können Kräuter im Napf ersetzen. Bei der Katze gilt dabei mehr Vorsicht als bei jedem anderen Tier: wenige Kräuter, kleine Mengen, und nichts, was für Hund oder Pferd gemischt wurde.

Kurz zusammengefasst
  • Kräuter ergänzen das Fleisch in kleinen Mengen. Taurin und Vitamin A liefern sie nicht.[1]
  • Tabu sind Teebaumöl, konzentrierte ätherische Öle, Knoblauch, Zwiebel, Wermut, Weidenrinde und Lilien.
  • Die meisten Katzen nehmen flüssige Kräuter besser an als getrocknete.
  • Beim Barfen kommt das Calcium aus Knochen oder einer Calciumquelle. Kräuter ersetzen das nicht.
Welche Kräuter für welche Katze?

Wenn Sie die Mineralbasis natürlich abdecken wollen. Dann steht VetLine Surf and Turf Basic Mineral Hund und Katze an erster Stelle – unter anderem aus Algenkalk, Moor, Traubenkernmehl, Seealgen, Bierhefe und Hagebutten. Starten Sie mit 250 g: Katzen bis 4 kg bekommen täglich 3 g, schwerere 5 g, dauerhaft. Soll Ihre Katze keine Hefe bekommen, nehmen Sie die Sensitive-Variante. Beide enthalten natürliches Jod aus Seealgen und sind nicht für Katzen mit bekannter Schilddrüsenüberfunktion gedacht.

Wenn Ihre Katze wählerisch ist. Dann nehmen Sie eine flüssige Rezeptur auf Ölbasis, die sich tropfenweise untermischen lässt – etwa Nehls flüssig Darmsan Katze oder Nehls flüssig Leber & Nieren Katze. Zum Testen gibt es 10 ml: je nach Gewicht zweimal täglich 6 bis 14 Tropfen, mindestens sechs Wochen.

Wenn Sie barfen. Dann kommt täglich ein Teelöffel Nehls BARF Pro 1–7 Jahre unter die Ration, zum Einstieg 250 g. Calciumquelle und Taurin planen Sie trotzdem ein. Warum, steht hier ↓

Wenn Sie nicht wissen, womit Sie bei Ihrer Katze anfangen sollen. Dann klären wir das im kostenlosen Erstgespräch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für eine individuelle Kräutermischung – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Was Kräuter der Katze bringen – und was nicht

Kräuter enthalten Mineralstoffe und Spurenelemente in kleinen Mengen und in natürlichem Verbund. Dazu kommen Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleimstoffe und Flavonoide, die in synthetischen Mineralzusätzen fehlen.

Bei der Katze gibt es zwei harte Grenzen, und die unterscheiden sie vom Hund:[1]

  • Taurin: Ein Hund bildet genug davon selbst, eine Katze muss es fertig mit dem Futter aufnehmen. Pflanzen enthalten kein Taurin; besonders reichlich steckt es in Herz.
  • Vitamin A: Ein Hund wandelt Carotin aus Pflanzen in Vitamin A um. Der Katze fehlen dafür die Enzyme. Sie braucht fertiges Vitamin A aus tierischen Quellen wie Leber.

Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: Kräuter als Ersatz für eine durchdachte Fleischration zu sehen. Kräuter spielen ihre Stärken aus, wenn die Grundration stimmt.

Warum die Katze besondere Vorsicht braucht

Katzen fehlt weitgehend ein Enzym, die Glucuronyltransferase, über das Hund und Mensch viele Pflanzenstoffe abbauen. Deshalb reagieren sie sehr empfindlich auf Phenole, wie sie in manchen ätherischen Ölen stecken. Das Merck Veterinary Manual nennt unter anderem Teebaumöl als leberschädigend und Eukalyptus- und Wermutöl als mögliche Auslöser von Krämpfen. Auch die Duftlampe zählt: Ein Vernebler verteilt Tröpfchen, die sich im Fell absetzen und beim Putzen aufgenommen werden.[2]

Das betrifft auch Kräuter, die in Mischungen für Hund und Pferd stecken. Weidenrinde enthält Salicin, aus dem der Körper Salicylsäure bildet – für Katzen ungeeignet. Knoblauch und Zwiebel schädigen die roten Blutkörperchen; Katzen sind dafür die empfindlichste Tierart, und das gilt roh, gekocht und getrocknet.[3]

Exotische Kräuter aus Südamerika, Asien oder Indien lassen wir weg, weil über ihre Verträglichkeit bei der Katze zu wenig bekannt ist. Bei allergischen Katzen verzichten wir auf Kräuter wie Echinacea, die das Immunsystem anregen sollen. Eine Allergie ist bereits eine Überreaktion. Da setzen wir auf Regulation, nicht auf zusätzlichen Antrieb.

Für Katzen giftig – und wann sofort zum Tierarzt
  • Tabu: Teebaumöl, konzentrierte ätherische Öle, Knoblauch, Zwiebel, Wermut, Weidenrinde
  • Lilien in jeder Form: Stängel, Blätter, Blüten, Blütenstaub und sogar das Wasser in der Vase. Schon wenige Pollenkörner, aus dem Fell geleckt, können in weniger als drei Tagen zu tödlichem Nierenversagen führen.[4]
  • Sofort zum Tierarzt: nach Kontakt mit diesen Pflanzen oder bei Speicheln, Erbrechen, Taumeln, Mattigkeit nach einer neuen Kräutergabe. Pflanze oder Verpackung mitnehmen.

Die Mischung macht's

Zwei Mischungen können dieselben Kräuter enthalten und trotzdem völlig verschieden sein. Entscheidend ist das Verhältnis der Kräuter zueinander. Bei der Katze kommt dazu: Jedes Kraut muss sich für ihren besonderen Stoffwechsel eignen.

Unsere Rezepturen sind über Jahre in der Beratung entstanden und für die dauerhafte Fütterung ausgelegt. Wir arbeiten ausschließlich mit in Europa bekannten Kräutern und mischen mehrmals pro Woche frisch in kleinen Chargen. Die Prüfung auf Schadstoffe und Pestizide fordern wir von jedem unserer Lieferanten ein.

„Katzen sind die ehrlichsten Kunden, die wir haben. Was ihnen nicht passt, lassen sie liegen. Deshalb fragen wir am Telefon immer zuerst: Frisst sie es überhaupt?"Aus dem THZ-Beratungsteam

BARF bei der Katze: Calcium und Taurin gehören in die Ration

Reine Fleischrationen bringen Calcium und Phosphor aus dem Gleichgewicht. Das Merck Veterinary Manual beschreibt Knochenerkrankungen bei Katzen, die nur Fleisch bekommen, und hält fest, dass viele selbst zusammengestellte Rationen zu wenig Mineralstoffe enthalten und kein passendes Calcium-Phosphor-Verhältnis erreichen.[5] Das Calcium kommt beim Barfen deshalb aus Knochen, bei knochenfreier Fütterung aus einer Calciumquelle. In Surf and Turf ist das Algenkalk: 13,1 % Calcium bei 0,29 % Phosphor.

Unsere Kräutermischung BARF Pro 1–7 Jahre weist 2,06 % Calcium bei 0,24 % Phosphor aus. Den Knochenanteil ersetzt ein Teelöffel Kräuter nicht. Die Mischung enthält Mädesüß, eine Pflanze mit Salicylaten, die Katzen anders verstoffwechseln als Hunde. Bleiben Sie deshalb bei einem Teelöffel täglich, und klären Sie die Gabe bei Vorerkrankungen oder Medikamenten vorher mit Ihrer Tierarztpraxis.

Ihr Arbeitsschritt für diese Woche: Prüfen Sie Ihren BARF-Plan auf drei Punkte. Gibt es eine feste Calciumquelle? Ist Herz regelmäßig dabei, als Taurinquelle? Und kommt Leber in kleinen Mengen vor, für das Vitamin A? Fehlt einer der drei Punkte, lassen Sie die Ration einmal durchrechnen. Bei Kitten gilt das ohne Ausnahme.

So füttern Sie Kräuter im Alltag

Die meisten Katzen nehmen flüssige Kräuter deutlich besser an als getrocknete. Unsere flüssigen Rezepturen für Katzen sind auf Ölbasis und lassen sich tropfenweise untermischen. Getrocknete Kräuter mischen Sie angefeuchtet unter oder übergießen sie mit heißem Wasser, lassen sie zehn Minuten ziehen und geben den abgekühlten Aufguss über das Futter. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge und steigern Sie über einige Tage.

Surf and Turf können Sie beim Barfen auch zur freien Aufnahme anbieten; die Produktseite empfiehlt dafür eine Keramikschale und rät von Metall ab. Bekommt Ihre Katze homöopathische Mittel, halten Sie etwa zwei Stunden Abstand zur Kräutergabe.

Wenn Ihre Katze das Futter mit Kräutern stehen lässt

Dann nehmen Sie die Kräuter wieder heraus. Eine Katze darf nicht hungern: Frisst sie nicht, wandert Fett in die Leber, und es droht eine Fettleber – bei übergewichtigen Katzen besonders häufig.[6] Frisst Ihre Katze 24 Stunden lang nichts, gehört sie am selben Tag zum Tierarzt.

Welche Kräuter zu Ihrer Katze passen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.

Häufige Fragen zu Kräutern für Katzen

Welche Kräuter sind für Katzen giftig?
Teebaumöl und andere konzentrierte ätherische Öle, Knoblauch, Zwiebel, Wermut und Weidenrinde gehören nicht an die Katze. Lilien sind in jeder Form gefährlich, schon der Blütenstaub. Im Zweifel vorher fragen.
Können Kräuter ein Mineralfutter für Katzen ersetzen?
Nein. Kräuter liefern Mineralstoffe nur in kleinen Mengen, Taurin und fertiges Vitamin A gar nicht. Für die Mineralbasis setzen wir Surf and Turf ein und füttern die Kräuter dazu.
Warum nehmen Katzen flüssige Kräuter besser an?
Katzen reagieren auf Konsistenz und Geruch. Flüssige Rezepturen auf Ölbasis verteilen sich im Futter und fallen kaum auf. Getrocknete Kräuter werden eher angenommen, wenn sie angefeuchtet oder als Aufguss gegeben werden.
Kann ich Kräuter dauerhaft füttern?
Unsere Mischungen für Katzen sind für die tägliche Gabe zusammengestellt, einen Gewöhnungseffekt erleben wir nicht. Die flüssigen Rezepturen empfehlen wir mindestens sechs Wochen, besser drei Monate.
Darf meine Katze Kräuter bekommen, die für Hunde gedacht sind?
Nein, nicht ungeprüft. Mischungen, Sprays und Öle für Hunde oder Pferde können Kräuter enthalten, die eine Katze schlecht abbaut, manche auch Knoblauch. Geben Sie nur Produkte, deren Etikett die Katze ausdrücklich nennt.

Ihre Katze lässt alles liegen, was Sie ihr untermischen?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. FEDIAF – European Pet Food Industry Federation (o. J.): Can I feed dog food to my cat? Fact Sheet.
  2. Benson K (2025): Toxicoses From Essential Oils in Animals. Merck Veterinary Manual.
  3. Hayes C (2024): Garlic and Onion (Allium spp) Toxicosis in Animals. Merck Veterinary Manual.
  4. U.S. Food and Drug Administration (o. J.): Lovely Lilies and Curious Cats: A Dangerous Combination.
  5. Grünberg W (2024): Disorders Associated with Calcium, Phosphorus, and Vitamin D in Cats. Merck Veterinary Manual, Ausgabe für Tierhalter.
  6. Cornell Feline Health Center, Cornell University College of Veterinary Medicine (o. J.): Hepatic Lipidosis.
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin, Tierheilpraktikerin Nehls, aus eigener Erfahrung und Praxis beschrieben und dann im Team mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) und den Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Katzen.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Katzen bei Fütterung und Kräutergabe in der Naturheilkunde.
Stand: 7. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Sie nicht wissen, welche Kräuter zu Ihrer Katze passen – mit Ihren Fragen zu Kräutern, BARF und Fütterung. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.