Krankheiten vorbeugen durch Fütterung: was belegt ist
Wo der Napf nachweislich etwas ändert, wo Kräuter ihren Platz haben – und was wir nicht versprechen
Ihr Tier ist gesund, und Sie möchten, dass es so bleibt. Oder es war lange krank, und Sie fragen sich, ob Sie früher etwas hätten ändern können. Die am besten belegte Vorbeugung über den Napf ist unspektakulär: das Tier schlank halten und so füttern, wie seine Verdauung gebaut ist. In einer Studie über 14 Jahre lebten knapp gefütterte Labradore im Mittel 1,8 Jahre länger als ihre Wurfgeschwister.[2]
Die THZ-Sicht: Die meisten Tiere kommen zu uns, wenn sie schon krank sind, oft nach vielen Tierarztbesuchen. Der Anfang lag fast immer früher: in der Krippe oder im Napf. Deshalb beginnen wir bei der Grundration. Kräuter und natürliche Mineralien kommen dazu, ohne synthetische Zusätze. Eine Garantie gegen Krankheit ist das nicht, und wir behaupten es auch nicht.
- Hund: Ein Viertel weniger Futter brachte in einer Langzeitstudie 1,8 Jahre mehr Lebenszeit und spätere Arthrose.[2]
- Pferd: Raufutter ist die Basis. Zu viel Kraftfutter auf einmal erhöht das Risiko für Hufrehe, Kolik und Magengeschwüre.[1]
- Katze: Rund die Hälfte der Katzen in den Praxen ist zu dick. Abnehmen geht nur langsam, nie durch Hungern.[3]
- Kräuter ersetzen keine gute Grundration. Sie kommen danach.
Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Ration Ihres Tieres stimmt. Dann fangen Sie dort an. Wir gehen Krippe oder Napf mit Ihnen durch, im kostenlosen Erstgespräch oder am Telefon unter 05642 988 8826.
Wenn die Grundration Ihres Pferdes steht und die Mineralbasis fehlt. Dafür gibt es VetLine Surf and Turf Basic Mineral Pferd, dauerhaft: 20 g täglich für Ponys, 30 g für mittlere und 40 g für große Pferde, zum Einstieg 1 kg.
Wenn Sie Hund oder Katze frisch füttern oder barfen. Dafür gibt es VetLine Surf and Turf Basic Mineral Hund und Katze: Katzen bis 4 kg bekommen 3 g täglich, schwerere Katzen und kleine Hunde 5 g, mittlere Hunde 10 g, große 20 g; zum Einstieg 250 g. Es enthält natürliches Jod aus Seealgen und ist nicht für Tiere mit bekannter Schilddrüsenüberfunktion gedacht.
Wenn Ihr Tier seit Langem krank ist und Sie schon vieles versucht haben. Dann nehmen Sie die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Was wirklich belegt ist
Die bekannteste Studie zur Vorbeugung über das Futter lief 14 Jahre. 48 Labradore aus sieben Würfen wurden paarweise aufgeteilt: Ein Hund bekam von der achten Lebenswoche an 25 % weniger Futter als sein Wurfgeschwister. Die knapp gefütterten Hunde wurden im Mittel 13 Jahre alt, die anderen 11,2. Mit zwei Jahren hatte einer von 24 schlanken Hunden eine Hüftarthrose im Röntgenbild, in der Vergleichsgruppe waren es sechs.[2]
Für keinen Zusatz und kein Kraut kennen wir ein vergleichbares Ergebnis. Das sagen wir als Haus, das Kräuter herstellt.
Pferd: Raufutter zuerst
Das Pferd ist ein Dauerfresser mit kleinem Magen. Das Merck Veterinary Manual fasst die Regeln so zusammen: Heu oder Weide zur freien Verfügung für die meisten gesunden Pferde, mindestens die Hälfte der Tagesration aus Raufutter, und pro Mahlzeit höchstens 0,5 % des Körpergewichts an getreidehaltigem Kraftfutter. Bei 500 kg sind das 2,5 kg. Besteht mehr als die Hälfte der Ration aus stärke- und zuckerreichem Kraftfutter, steigt das Risiko für Hufrehe, Kolik und Magengeschwüre.[1]
Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: ein leichtfuttriges Freizeitpferd wie ein Sportpferd zu füttern. Mehr dazu in den Ratgebern Hufrehe beim Pferd und Tinker.
Hund: Das Gewicht entscheidet mehr als die Sorte
Der Hund frisst von Natur aus gemischt und verwertet tierische wie pflanzliche Bestandteile.[4] Welche Marke im Napf ist, darüber streiten Halter leidenschaftlich. Die Labrador-Studie zeigt, dass eine andere Frage mehr zählt: wie viel. Tasten Sie einmal im Monat die Rippen ab. Lassen sie sich nur mit Druck ertasten, sprechen Sie Ihre Tierarztpraxis auf das Gewicht an.
Aus unserer Erfahrung als THP kommt die Qualität dazu: naturbelassen, wenig verarbeitet, ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Das ist unsere Arbeitsweise seit der Gründung. Mehr dazu im Ratgeber Übergewicht beim Hund.
Katze: Fleischfresser mit engen Grenzen
Die Katze ist ein echter Fleischfresser. Taurin und fertiges Vitamin A muss sie mit tierischer Nahrung aufnehmen; aus Pflanzen kann sie beides nicht gewinnen.[4] Pflanzliches hat bei ihr deshalb nur einen kleinen Platz. Welchen, steht im Ratgeber Kräuter für Katzen.
Das größere Thema ist auch hier das Gewicht. Nach Einschätzung des Cornell Feline Health Center ist etwa die Hälfte der Katzen, die in Tierarztpraxen vorgestellt werden, zu dick. Übergewicht verschlimmert Arthrose, Diabetes und Herz-Kreislauf-Probleme.[3]
- Abnehmen geht nur langsam und unter tierärztlicher Kontrolle. Hungerkuren können eine Fettleber auslösen.[3]
- Frisst Ihre Katze 24 Stunden lang nichts, gehört sie am selben Tag zum Tierarzt.
Teebaumöl, Knoblauch, Wermut und konzentrierte ätherische Öle sind für Katzen giftig. Geben Sie Ihrer Katze keine Kräuterprodukte, die für Hunde oder Pferde gedacht sind.
Wo Kräuter ihren Platz haben
Kräuter bringen Mineralstoffe und Spurenelemente in natürlichem Verbund mit, dazu Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide. In unseren Mischungen stecken unter anderem Mariendistel, Brennnessel, Birkenblätter, Löwenzahn und Hagebutte. Wir setzen sie zur guten Grundration dazu, nicht an ihre Stelle.
Zwei Dinge gehören zur Ehrlichkeit. Erstens: Dass natürliche Mineralien und Kräuter ohne synthetische Zusätze der richtige Weg sind, ist unsere Arbeitsweise und unsere Erfahrung aus der Beratung. Einen Studienbeleg, dass sie Krankheiten verhindern, haben wir nicht. Zweitens: Was Kräuter beitragen, zeigt sich nicht über Nacht. Es braucht Geduld, Beobachtung und Anpassung. Es dauert.
Früh hinschauen
Erste Anzeichen bleiben oft unbemerkt oder gelten als Eigenheit. Vier Dinge können Sie selbst im Blick behalten:
- Gewicht: einmal im Monat wiegen oder abtasten und aufschreiben.
- Kot: Form und Häufigkeit; wechselnder Kot über Wochen ist kein Normalzustand.
- Fell: stumpf, schuppig, kahle Stellen.
- Trinken: deutlich mehr als sonst gehört zum Tierarzt.
Die jährliche Kontrolle in der Tierarztpraxis bleibt dabei wichtig. Wenn Sie wissen wollen, ob die Ration Ihres Tieres passt: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur Vorbeugung durch Fütterung
Seit Jahren krank – und niemand hat je nach dem Futter gefragt?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- Liburt NR (2026): Feeding Practices in Horses and Other Equids. Merck Veterinary Manual.
- University of Pennsylvania, Penn Today (2002): Study finds dogs fed a reduced-calorie diet live nearly two years longer than dogs on an unrestricted diet. Bericht über die Studie von Kealy RD, Lawler DF et al., Journal of the American Veterinary Medical Association 2002.
- Cornell Feline Health Center, Cornell University College of Veterinary Medicine (o. J.): Obesity.
- FEDIAF – European Pet Food Industry Federation (o. J.): Can I feed dog food to my cat? Fact Sheet.
