Sommerekzem beim Pferd – Naturheilkunde, Homöopathie & ganzheitliche Begleitung
Was wir aus über 26 Jahren mit Ekzemerpferden gelernt haben – und warum es kein Patentrezept gibt
Ein Mittel, das jedem Ekzemerpferd hilft, gibt es nicht. Aus unserer Erfahrung als THP trägt eine Begleitung, die bei Fütterung und Haltung beginnt und dann für das einzelne Pferd Kräuter, Homöopathie und äußere Pflege kombiniert. Die Grundlage bleibt die Diagnose Ihres Tierarztes.
Die THZ-Sicht: Beim Sommerekzem reagiert das Immunsystem zu stark. Wir arbeiten deshalb an der Immunregulation und füttern nichts, was als immunstimulierend gilt. Auslöser, Symptome und die vier Säulen unserer Begleitung beschreibt der Hauptratgeber Sommerekzem beim Pferd.
- Ohne karge, naturbelassene Fütterung trägt keine naturheilkundliche Begleitung.
- Kortison ist ein Notfallmedikament. Das Hufreherisiko gilt als gering, hängt aber mit Übergewicht zusammen.
- Die Dauer ist individuell: von einigen Wochen bis zu ein, zwei Sommern.
Wenn Sie zum ersten Mal von innen begleiten wollen. Dann geht es um die Begleitung des Hautstoffwechsels, ganzjährig und parallel zur tierärztlichen Betreuung: Nehls Allergosan Kräuter. Starten Sie mit 500 g und sehen Sie, ob Ihr Pferd die Mischung frisst. In den ersten sechs Wochen sind es 50 g täglich, danach 30 bis 40 g. Empfohlen sind mindestens drei Monate.
Wenn eine Saison mit Kräutern nicht gereicht hat. Dann wählen wir Kräuter und Homöopathie für dieses eine Pferd aus. Ausgangspunkt ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.) Ob das für Ihr Pferd der richtige Schritt ist, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.
Wenn es jedes Jahr wiederkommt – trotz Decke und Kortison. Dann geht es an die Basis, und zwar vor der Saison. Der Einstieg ist das VetLine Starter-Set Pferd, ein fertiges 6-Wochen-Programm für ein mittleres Pferd. Welche Regeln wir dabei einhalten, steht weiter unten ↓.
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Offene, nässende Hautstellen gehören zuerst zum Tierarzt.
Wie alles begann: Haflinger-Stute Sina
Betroffen vom Sommerekzem war nicht nur das Langhaar, sondern der gesamte Körper: Hinterhand, Kopf, Bauchregion, Hals, Rücken. In wenigen Tagen scheuerte sich meine Sina Mähne und Schweifhaare ab, hervor traten offene, großflächige Hautbezirke. Sinas gesamter Körper war übersät mit massiven Hautschädigungen durch das ständige Scheuern. Der Juckreiz war derart qualvoll, dass das gesamte Pferdeleben hiervon beeinträchtigt wurde. Anfassen, Striegeln, Reiten – nichts war mehr möglich.
Hinzu kam eine große Aggressivität, ausgelöst durch den unerträglichen Juckreiz. Die Bauchregion wurde durch akrobatische Leistungen am Boden an Wurzeln und Baumstämmen derart gescheuert, dass es auch hier zu massiven Folgeinfektionen kam. Der Zustand war so qualvoll, dass ich mir ernsthaft überlegte, ob aus tierschutzrechtlichen Gründen eine Erlösung nicht der bessere Weg wäre als ein Leben mit diesem Sommerekzem.
Nach dem verzweifelten Einsatz unterschiedlichster Sommerekzem-Produkte und Ergänzungsfuttermittel stellte ich fest, dass kein annähernd zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden konnte. Zum Teil verschlimmerte sich der Zustand während der Versuche noch. Als kritische Zeit konnte der Zeitraum von Anfang März bis Ende November festgestellt werden – es gab während des Jahres nur drei Monate ohne massiven Juckreiz.
Dieses Pferd – Sina – ist mein eigenes Pferd. Ich suchte verzweifelt nach Wegen, ihr zu helfen.
Nachdem ich sämtliche äußerlichen und innerlichen Mittel ausprobiert hatte, mehrere Tierärzte ratlos waren und alle Ergänzungsfuttermittel nicht halfen, begann ich systematisch zu beobachten, welche Pflanzen und Kräuter sich positiv auf die Symptomatik auswirkten. Ausschlaggebend für den Erfolg war eine gute Beobachtungsgabe, ständige Überwachung und das ganzheitliche Konzept: Haltung und Fütterung komplett umstellen auf naturbelassene Futtermittel.
Aus dieser langen Zeit des Ausprobierens, der Rückschläge und der Beobachtung entstanden schließlich die Nehls Allergosan-Kräuter zur inneren Fütterungsbegleitung – sowie das Allergosan-Öl und das Allergosan-Insekt-Öl für die äußere Pflege.
Grundvoraussetzung für all diese Mühen waren die Liebe zu meinem Pferd und der Ehrgeiz, Sina ein pferdegerechtes Leben ohne qualvollen Juckreiz zu ermöglichen.
Tierheilpraktikerin Nehls, Gründerin THZ TierheilkundezentrumSina ist heute beschwerdefrei. Sie hat einen typischen Haflingerbehang, ein glänzendes Fell und ist wieder ein lebenslustiges Pferd. Sie lebt im Offenstall mit dauerndem Zugang zur Weide, erhält täglich die Nehls Allergosan-Kräuter und wird während der Saison mit Allergosan-Öl eingerieben. Karg statt üppig – das ist das Prinzip ihrer Fütterung.
Warum es kein Patentrezept gibt
Die Reaktion auf den Insektenstich sieht bei allen Ekzemern ähnlich aus. Was dahintersteht, unterscheidet sich aus unserer Erfahrung von Pferd zu Pferd: zu viel Eiweiß, ein belasteter Leberstoffwechsel, ein Darm aus dem Takt, hormonelle Einflüsse, Mineralstoffe im Ungleichgewicht. Deshalb bringt es so selten etwas, das Mittel vom Boxennachbarn zu übernehmen. Ein Kraut, das dem einen Pferd bekommt, verträgt das nächste nicht.
Ein Immunsystem, das überreagiert, braucht keinen zusätzlichen Anschub. Sonnenhut (Echinacea), Mistel, Taigawurzel, Schwarzkümmel und alles, was der Handel als „Immunbooster" verkauft, füttern wir Ekzemerpferden deshalb nicht. Das ist unsere Position aus über 26 Jahren Praxis.
Fütterung und Haltung kommen zuerst
Ein Ekzemer auf fetter Weide, mit wenig Bewegung und deutlichem Übergewicht spricht aus unserer Erfahrung auf keine Begleitung dauerhaft an – gleich, was im Trog landet. Erst die karge, naturbelassene Ration macht alles Weitere sinnvoll. Was dazugehört, steht im Ratgeber Fütterung bei Sommerekzem.
Was es gibt – und wie wir es einordnen
Zu jedem dieser Verfahren bekommen wir am Telefon Fragen. Hier steht unsere Einordnung aus der Praxis. Über Medikamente entscheidet Ihr Tierarzt.
- Kortison. Ein gutes Notfallmedikament. Das Hufreherisiko gilt als gering: In einer Untersuchung entwickelten 10 von 1.565 mit Kortison behandelten Pferden eine Hufrehe. Ein Zusammenhang zeigte sich mit Rasse, Übergewicht und bereits bestehenden Reherisiken.[1] Genau diesen Pferdetyp sehen wir beim Sommerekzem oft. Sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an.
- Desensibilisierung. Der Tierarzt spritzt Insektenextrakt in steigender Dosis. Der Erfolg ist in unserer Praxis eher mäßig: Verbesserungen kommen vor, halten aber selten.
- Antihistaminika. Sie helfen nicht häufig – und wenn, dann selten auf Dauer.
- Eigenblut. Die Ergebnisse, die wir sehen, sind gering – allein wie in Kombination mit homöopathischen Komplexmitteln.
- Pilzimpfung. Uns ist kein Fall bekannt, in dem sie beim Sommerekzem wirklich geholfen hat – aber recht viele, in denen es zu unschönen Nebenwirkungen kam. Aus unserer Sicht kein empfehlenswerter Weg.
- Homöopathie. Sie zielt auf Regulation statt Unterdrückung – beim Sommerekzem der passende Ansatz. Wir arbeiten mit Einzel- und Komplexmitteln, ausgewählt für das einzelne Pferd, und sehen damit in unserer Praxis sehr gute Verläufe, besonders bei schweren Fällen im ersten Jahr. Bewährte Mittel pauschal durchzuprobieren, bringt dagegen wenig.
- Kräuter. Sinnvoll als ganzjährige Begleitung des Hautstoffwechsels, im Januar wie im Juli. Die Mischung darf für das Pferd selbst kein Allergen sein.
- Öle, Sprays, Decke. Die Decke steigert die Lebensqualität deutlich. Ekzemerhaut braucht aber auch Luft, deshalb nicht rund um die Uhr. Pflegemittel mit ätherischen Ölen testen Sie erst an einer kleinen Stelle – auch Natürliches kann reizen.
Darm und Stoffwechsel: unsere drei VetLine-Regeln
Aus unserer Erfahrung als THP trägt die Begleitung weiter, wenn Darm, Leber und Nieren mitgedacht sind. Dafür nutzen wir die VetLine, die Tierärztin Katrin Knecht entwickelt hat. Drei Regeln halten wir ein:
- VetLine Surf and Turf Basic Mineral Pferd läuft immer, als Dauerbasis – 30 g täglich für ein mittleres Pferd.
- Entero Clean Liquid oder Entero Clean Powder geben wir immer zusammen mit Entero Clean Basic, sechs Wochen lang. Liquid und Basic gibt es fertig als VetLine Entero Clean Duo Aktiv.
- Metabo Rapid geben wir nie ohne Entero Clean Basic. Metabo Rapid mobilisiert, Basic bindet: als VetLine Metabo Rapid Duo Aktiv.
Das VetLine Starter-Set Pferd fasst Surf and Turf, Entero Clean Liquid und Entero Clean Basic zu einem 6-Wochen-Programm zusammen. Für Turnierpferde gilt laut Produktseite eine Karenz von 48 Stunden.
Nehls Allergosan Kräuter
Getrocknete Kräutermischung aus Birkenblättern, Mariendistelfrüchten, Löwenzahn- und Brennnesselblättern, Weidenrinde und Hagebutte, ohne synthetische Zusätze. Sie enthält keine der Pflanzen, die als immunstimulierend gelten.
Wann dieses? Als erster Schritt von innen, auch ohne Haaranalyse – ganzjährig gefüttert, mindestens drei Monate am Stück. Für Turnierpferde gilt laut Produktseite eine Karenz von sieben Tagen. Ergänzungsfuttermittel für Pferde, Ponys und Esel.
→ Nehls Allergosan Kräuter ansehenNehls Allergosan Öl
Pflegeöl zur äußerlichen Anwendung aus Sonnenblumen-, Avocado-, Oliven-, Schwarzkümmel- und Nachtkerzenöl. Es enthält bewusst keine Repellent-Komponente und ist kein Insektenschutz.
Wann dieses? Wenn die Haut gereizt, aber geschlossen ist: bei deutlicher Reizung einmal täglich dünn einreiben, sonst alle zwei bis drei Tage. Nicht auf offene Wunden, nicht am Auge, nicht für Katzen, nicht zum Füttern. Das Nehls Allergosan Insekt Öl enthält zusätzlich Zitrone und Eukalyptus. Hat Ihr Pferd schon auf ätherische Öle reagiert, bleiben Sie beim Allergosan Öl.
→ Nehls Allergosan Öl ansehenWenn Sie nach einer Saison mit Decke, Öl und Kräutern nicht wissen, was der nächste Schritt ist: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur naturheilkundlichen Begleitung bei Sommerekzem
Aus unserer Praxis: der Kleine Mann
Wir erzählen hier einen Fall, den wir gut kennen: ein Pferd unserer Gründerin.
Der Kleine Mann kam zu uns, weil seine Besitzerin ein Zuhause am Meer für ihn suchte – wegen seines Sommerekzems. Mein Mann sagte: „Wenn du ihm nicht helfen kannst, wer dann?" Wir holen ihn.
Ich kaufte ihn am 06. April 2014 – also bereits am Beginn der Ekzemsaison. Er kratzte sich schon ziemlich. Der erste Sommer war mit massivem Juckreiz verbunden. Ab August/September wurde es besser, ab November war der Juckreiz vollständig weg. Ich begleitete ihn weiter über den Winter – denn die nächste Saison kam ja.
Und dann: im Frühjahr 2015 kam nichts mehr. Kein Jucken, kein Scheuern. Die Mähne wuchs und wuchs, mitten in der Ekzemsaison. Ende Juli 2015 – Mähne lang, kein Scheuern, kein Juckreiz. Im September 2015 setzte ich alle Begleitprodukte ab. Seither erhält er nur noch naturbelassenes Mineralfutter. Ich hätte das selbst nie vermutet – aber das ist mal wieder so ein kleines großes Wunder, was niemanden mehr erfreut als mich.
Tierheilpraktikerin Nehls, Gründerin THZ TierheilkundezentrumDer Kleine Mann – in Bildern
April 2014 – Zustand beim Kauf
Juni 2015 – mitten in der nächsten Ekzemsaison – kein Scheuern
Januar 2016 – das Fellmonster

Mai 2018 – vier Jahre später, dauerhaft stabil

Nur konsequente ganzheitliche Begleitung – und Geduld. Der Kleine Mann ist heute ein Pferd mit voller Mähne und glänzendem Fell. Solche Verläufe sind nicht garantierbar – aber sie zeigen, was möglich ist, wenn die Ursachenarbeit konsequent gemacht wird.
Eine Saison nach der anderen – und kein Mittel passt?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Wenn Decke, Öl und das Mittel vom Boxennachbarn nicht gereicht haben, suchen wir für dieses eine Pferd. Unser Ausgangspunkt ist die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- Potter K, Stevens K, Menzies-Gow N (2019): Prevalence of and risk factors for acute laminitis in horses treated with corticosteroids. Veterinary Record 185(3), 82.
